Sonntagabend
Die Überwindung, die es braucht, um allein in eine Kneipe zu gehen sinkt mit steigendem Alter. Durchaus erfreulich, denn so habe ich es heute geschafft den Tatort zu sehen obwohl beide Mitbewohner indisponiert waren. Zwei Bier, ein Flammkuchen, 12,20 plus 80 Cent für die hübsche Kellnerin. Waren das nicht beim letzten mal zwei Euro weniger und kein Käse auf dem Flammkuchen? Wenn ich mir das in einem Monat wieder leiste sollte ich mal nachhaken.
Zum Tatort: Ich stehe ja auf so hübsche Dreißigjährige. In meiner ehemaligen Kita hatten wir eine. Locken bis über die Schultern hinaus, schmaler Körper, kleine Brüste. Fest verankert, viele Probleme, aber immer was zum tratschen und nett wie Bolle. Und ein Freund. Zu spät.
Zur Kellnerin: Wie kommt man eigentlich an Kneipenbedienungen ran? Woran erkennt man den Unterschied zwischen “Du bist mein Kunde, ich bediene dich”-Freundlichkeit und “Ach mensch, du könntest mir ja auch gefallen”-Freundlichkeit? So hoffe ich jedenfalls es war letzteres und verbleibe in Hoffnung.
Diese sanfte Verrauchtheit von vier, fünf Zigaretten und dem verschütteten Bier, die könnte ich gerne öfters haben. Auch als Nichtraucher.