Archive for Juni, 2009

W42 L32

Dienstag, Juni 30th, 2009

Eine Levi’s 501 für knapp 90€. Gekauft in einem Levi’s-Laden und danach nie wieder angezogen, weil ich darin viel zu schlecht aussehe und kurz danach massiv abgenommen hatte. Jetzt geht diese W42-Hose endlich ihren gerechten eBay-Weg und ich musste noch ein paar Fotos machen, bevor ich sie für immer weggebe. Nicht so eindrucksvoll wie diese hier (was auch daran liegt, dass der Mitbewohner einfach keine eindrucksvollen Fotos machen kann und ich selbst zur Kamera greifen musste), aber ein herber Unterschied zu der W34, die ich momentan trage und den 120 Kilo, die ich damals wog.

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Klein anfangen

Montag, Juni 29th, 2009

Meinen Mitgliedsausweis der Linken trage ich immer im Portemonnaie. Trotzdem würde ich mir nichts lieber wünschen, als ihn abzugeben. Denn Die Linke hat zwei entscheidendes Probleme, die ihr immer wieder das Genick brechen: Lafontaine und ihr Ruf. Lafontaine ist ein elender Stammtischredner, der es mit der Frauenquote öfters mal nicht so genau nimmt. Und ihr Ruf sorgt dafür, dass ich mit den ehemaligen Schulkameraden meiner Mutter bei einer Bratwurst am Tisch sitze und einer “Was soll man denn noch wählen? Rot oder Braun.” sagt. Mit solchen Leuten möchte ich eigentlich nicht an einem Tisch sitzen, nicht mal in der Wahlkabine an der selben Stelle das Kreuz machen. Es ist die Partei der Hoffnungslosen und Protestwähler. Und scheinbar nur zu wenigen Prozenten die Partei derer, die mit linker Politik etwas erreichen wollen.

Nachdem sich die Grünen mit ihrer netten CDU-Koalition in Hamburg für mich unwählbar gemacht haben hätte die Piratenpartei eine Alternative sein können. Eine Partei, die fortschrittliche Medienpolitik macht, Konservativ als Schimpfwort wahrnimmt und nach ein paar Jahren auch ein vernünftiges Konzept vorlegen kann, welches bitte ungefähr bei den Grünen verortet werden sollte, mit denen man sich so gerne vergleicht. Zumindest habe ich davon geträumt, das es so kommt.

Scheinbar nimmt sich die Piratenpartei aber in ihrer Blase zu ernst und lässt sich außerhalb dieser tragen, wohin die Winde wehen. Herrn Tauss an die vorderste Front der Bewegung zu stellen und ihn zu Kinderpornosperren sprechen zu lassen, wo er doch genau bei diesem Thema dick und fett gebrandmarkt wurde halte ich sogar für das dämlichste, was man machen konnte.

Trotzdem: Ich habe einen Antrag auf Wahlzulassung für die Piratenpartei unterschrieben und wünsche ihr mehr Menschen wie Anke Gröner, die sich ernsthafte und gute Gedanken zur Ausrichtung der Partei machen. Dann wird aus ihr vielleicht eines Tages eine wählbare Alternative für irgendwen. Für mich sicher nicht.

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Samstag, Juni 27th, 2009

Coffee Cake

Gepfeffert

Samstag, Juni 27th, 2009

Der Mitbewohner behauptet zwar immer, er würde der Welt einen großen Gefallen tun, wenn er eine seiner Nudelkreationen aus dem Hut zaubert, in Wahrheit ist das alles aber wohl eher günstiges, sättigendes Essen. Um die positiven Eigenschaften zu nennen.

Nur, wenn das Mitbewohnerpack gerade mal wieder verreist ist, überkommt auch mich die Probierlust, dank Twitter musste dieses mal ein Suppenhuhn dran glauben. Meine erste Hühnersuppe, ich bin begeistert.

Hühnersuppe

(Nachts um eins ein Huhn auseinander zu pflücken während man allein in einer stillen Küche sitzt verursacht tatsächlich Albträume. Es muss mein schlechtes Bio-Gewissen gewesen sein, dass sich da meldete.)

Planet earth

Freitag, Juni 26th, 2009

Ein mal klicken und stundenlang niedliche, exotische Tierchen anschauen. Meine Mandelentzündung und ich sind bereits ganz entzückt.

Whatever

Mittwoch, Juni 24th, 2009

Seit dem ich weiß, wie sehr ich abstrakte Kunst verabscheue, ist das schönste an den entsprechenden Museen der integrierte Buchläden. Vergoldete Fundgruben mit tausenden von auf hochglanz geputzen Dingen (inklusive dämlicher Magnetsprüche für den Kühlschrank), die ich niemals kaufen werde, aber so gerne hätte. Übrig bleiben meist nur eine zweistellige Zahl an Bildern auf meiner Digitalkamera von Büchern, die ich unbedingt haben möchte, deren Titel ich mir aber nicht merken kann und ein unterschwelliges Glücksgefühl. (Elmar als Riesenausgabe, must have!)

Bei der Museumstour mit dem Mitbewohner und dessen French Girl letzte Woche (Das Deutsche Guggenheim hat Salat von Gorilla und Kunst aus dem Pinselkasten eines Dreijährigen, geht nicht hin) haben wir einiges an Buchläden besucht, doch erst der letzte hatte etwas, das ich wirklich gebrauchen konnte.

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Postkarten mit Placebosprüchen. Dass ich darauf nicht selbst gekommen bin, das hätte man doch monetarisieren können. Und es passt so gut, trifft es doch den Wunsch, der sich als unerfüllbar herausgestellt hat

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Heute kam eines der Mädels, die hier übergangsweise nächtigen, in mein Zimmer und fragte, was ich will. Ich wusste es nicht.

Nothing good happens after 2am

Sonntag, Juni 21st, 2009

Sie fragt mich, ob ich etwas vorhabe. Ich sage nein, möchte aber wenn dann nur ins WMF. “Du bleibst also lieber zuhause, anstatt irgendetwas anderes zu machen?” “Ja.”

Ein paar Stunden später sitzen wir in ihrer Wohnung mit zwei ihrer Freundinnen, wobei eine sich als meine Seelenverwandte mit Pudelfrisur herausstellt. Um zwei Uhr sind wir in einem merkwürdigen Indieclub unter den Hackeschen Bögen, in dem es “Freitags voller ist” und in dem das kleine Heineken drei Euro kostet. Danke, nein danke.

Ich sage, dass ich ins WMF gehe,  verabschiede mich von dem blonden Lockenkopf, dem schwarzen Pudel sowie der brünetten Langweilerin und fahre allein nach Hause. Mit einer Hand voll Nerds tanzen kann ich auch in unserer WG und das weibliche Sozialarbeiterpack treibt sich jedes Wochenende in schlechten Clubs herum – kein Zeitdruck.

(Die coolcat macht sich in den letzten Wochen erstaunlich gut als meine persönliche Motivatorin, auch, wenn sie das sicher nicht im Sinn hat. Der Mitbewohner versagt neuerdings hingegen kläglich.)

Röhre

Freitag, Juni 19th, 2009

Fast ein halbes Jahr, einige Gespräche und unzählige Shoppingtouren hat es dem Mitbewohner abgenötigt, um mich endlich zu einer Jeans mit engem Schnitt zu überreden. Jetzt trage ich eine, fühle mich pudelwohl und kann seit langem mal wieder stundenlang vor dem Spiegel stehen und das Ebenbild einfach gut finden. Und Fotos von meinem Hintern bloggen.

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Karma

Freitag, Juni 19th, 2009

“Werden sie Kindergärtnerin, das ist ein einfacher Job” muss damals jemand zu meiner Chefin gesagt haben, als klar wurde, dass die Karriere als Dekorateurin mit ihren Knieproblemen wohl nichts wird. Jetzt steht sie bei uns in der Kita und lacht, wenn ein Kind stolpert und hinfällt. Oder gegen irgend etwas läuft und sich weh tut. Natürlich tröstet sie die Kinder danach, aber erstmal ist das ja alles so lustig, dass man sich wegschmeißen könnte. Und es auch tut, wenn man meine Chefin ist.

Dann die andere Kollegin aus Süddeutschland. Läuft plötzlich in irgendeine Richtung, ein Kind hinter ihr muss deswegen ausweichen und stößt mit einem anderen zusammen. “Das kommt davon, wenn man so viel rumtobt” sagt sie dann und streichelt den Kindern über den Kopf.

Das war das erste, was mir meine erste Arbeit und meine letzte Kita beigebracht haben: Sei aufrichtig, sei ehrlich und reiß dich zusammen. Rede vor den Eltern nicht schlecht über die Kinder. Sage nicht, der oder die isst das ja sowieso nicht: Sie werden es dann sicher auch nicht essen. Meine Kolleginnen stört das herzlich wenig, wie ich in den letzten Monaten beobachten durfte.

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Heute ist die neue Kollegin wieder gegangen, im Juli fängt sie in einer neuen Kita an. Gekündigt hat sie nicht wegen den Kindern und auch nicht wegen der Kollegin, mit der sie zusammenarbeitet. Sondern wegen den beiden oben erwähnten Kolleginnen auf der anderen Seite, die uns das Leben in der Gruppe der kleinen Kinder zur Hölle machen. Wieder eine Person weniger, die mir bei dem ganzen Terror Beistand leistet.

Three times

Dienstag, Juni 16th, 2009

Die netteste und jüngste der vier Kolleginnen kündigt und mir fällt keine gescheite Krankheit ein, um mal wieder eine Woche Extraurlaub rauszuschlagen. Verdient hätte ich es.

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Die Australierin, mit der ich seit ein paar Tagen bei OkCupid schreibe und mit der ich schon locker zum Clubben in ein bis zwei Wochen verabredet bin sagte, sie würde später mehr schreiben, wenn sie Zeit hat, war zwischendurch schon zwei mal online und hat bis jetzt nichts gesendet.

Auf Couchsurfing.com findet sich noch ein anderes Foto, auf dem sie nicht so vorteilhaft aussieht. Andererseits kam sie auf mich zu, direkt nach ihrer Anmeldung dort. Und als ich ihr meine Lieblingsbands nannte, tauchten danach ein paar davon in ihrem Profil auf. Aufgemischt mit Bob Dylan, den ich hasse.

Und jetzt? Machen wir den ersten Schritt.

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Und dann war da noch die Twitterin, mit der ich ein wenig hin und her schrieb und von der ich kein Bild gesehen habe bis jetzt. Mehr als eine Woche Gesprächsstillstand, ich bin ihr eigentlich eine Antwort schuldig. Um ein Treffen bitten, um ein Bild bitten? Weiter äußerst bemühten Smalltalk betreiben oder den Kontakt einschlafen lassen?