Aufregung

“Noch ein Monat bis zum Ausbildungsbeginn. Bist du schon aufgeregt?” fragt die Kollegin. “Nein.” sage ich, sie kichert. Vor wem oder was soll ich aufgeregt sein? Vor einer niedriegen Ausbildung, bei der ich neben Susi aus Brandenburg sitzen werde?

Ein wenig aufgeregt bin ich, weil ich nicht weiß, von wie viel Geld ich dann leben werde. Ein wenig Respekt habe ich vor meiner Reaktion, wenn die Schule auf einmal keinen Spaß mehr macht. Werde ich dann wieder die Hälfte der Zeit fehlen, von der Schule fliegen? Wird die WG über die Dauer der Ausbildung halten, falls nicht, muss ich mich dann wieder auf den Markt stellen und jedem anbieten? Aufgeregt bin ich, weil ich hoffe, ein Praktikum in einem Kinderhospiz machen zu können um meine größte Herausforderung bisher zu meistern: Kindern einen angenehmen Tod zu bereiten.

Das sind Sachen, die mir Angst machen, die für schlaflose Nächte sorgen. Die Ausbildung an sich werde ich einfach machen. Was Susi kann, kann Hans sicher.

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