Bahnhofsklo
Nicht durch die Nase. Das wäre, als würde man sich mit all den immatrikulierten Nichtstudenten, den bis in die Afterhour feiernden Druffies auf eine Stufe stellen und mit ihnen um zehn Uhr morgens vor das Frankfurter Tor kotzen. Durch die Nase ziehen macht hemmungs- und anspruchslos, gibt dir den Partykick nicht mehr ohne Drogen, versaut nicht zuletzt den Sonntag mit Appetitlosigkeit und Draufsein. Alles Klischees, die mich trotz allem bisher vor schlimmerem bewahrt haben.
“Wir gehen auf die Toilette. Willst du mitkommen?” “Kann man das Zeug auch schlucken?” “Komm mit.”
In das Klo im Tacheles passen mit Mühe und Not fünf Leute, es stinkt erbärmlich, in Zigarettenpapier gewickeltes Pulver kann am Gaumen kleben bleiben und vorsichtige Dosierung bringt bei meinem Körpergewicht absolut nichts. Die zweite Portion wird im Club geschluckt und lässt mich bis Acht Uhr durchtanzen. Alkohol ist nebensächlich, das Ego riesengroß, die Musik einfach unglaublich angenehm. Das Brötchen auf dem Weg bleibt mir zwar im Halse stecken, trotzdem kann ich zuhause als einziger richtig einschlafen.
Hier fallen gerade sämtliche Hemmschwellen. Spätestens wenn F. wieder bei mir schläft werde ich ihr erst etwas von dem Zeug anbieten. Und dann fragen, ob da endlich mal etwas läuft.