artsy

In dem Drum’n'Bass-Schuppen schien sie allein, kam gegen drei Uhr und tanzte, rauchte, ohne zu trinken. Ich tingelte immer wieder um sie herum – ohne nennenswerten Kontakt. In Clubs würde ich mich niemals trauen, jemanden anzusprechen – erstens, weil mir stets ein nennenswertes Einstiegsthema fehlt und zweitens, weil ich sowieso im Club nie ein Wort verstehe. Gegen fünf verlasse ich den Schuppen, sage I. noch im Scherz bescheid, er soll mir die Nummer von ihr besorgen.

Fünf Minuten später sitze ich in der falschen S-Bahn und bekomme eine SMS mit ihrer Handynummer. Nach zwei Tagen, die sich nur um ihr wehendes, rotes Haar, ihre zarte Figur und die Sommersprossen im Gesicht drehten, beschließe ich, dass es nichts zu verlieren gibt und schreibe ihr. Sie findet es mutig, trifft sich mit mir im Park, in dem wir einen Nachmittag verbringen und über unwichtige Themen reden. Zum Schluss hält sie meine Hand, würde sich freuen, mich wieder zu sehen. Als ich fünf Minuten später zuhause bin kommt der selbe Text noch einmal per Kurznachricht. Entweder sie hat einen Knall oder mag mich tatsächlich. Darüber bin ich mir weiterhin nicht sicher.

Leave a Reply